Oman

Der Oman liegt nur sieben Flugstunden von Zürich entfernt am östlichen Rand der Arabischen Halbinsel. Das Sultanat überrascht mit wild zerklüfteten Hochgebirgen, tiefen Canyons, idyllischen Oasen und weitläufigen Plantagen. Die Spuren der 5000-jährigen Seehandelstradition sind allgegenwärtig. Ihre beeindruckenden archäologischen Zeugnisse sind Weltkulturerbe der UNESCO, unzählige Bienenkorbgräber, monumentale Lehmfestungen, sagenumwobene Häfen und Rastplätze der Weihrauchstraße. Das Land bietet aber noch mehr als wunderschöne Landschaften und eine faszinierende Geschichte. Sein besonderes regionales Klima und die nur dünne Besiedelung machen es zu einem idealen Refugium für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Oman ist die letzte Heimat der Arabischen Oryx-Antilope, des Arabischen Leoparden und des Tahr.

Mit Freundlichkeit, Offenheit und großer innerer Ruhe heissen die Menschen im Land den Fremden willkommen. Der Besucher ist hier wirklich noch Gast. Die Omanis sind stolz auf das, was sie in den letzten 30 Jahren unter der Regentschaft von Sultan Qaboos aufgebaut haben. Sie leben heute in einem modernen Staat in Einklang mit ihren alten Traditionen.

Erst Anfang der 90er Jahre öffnete sich Oman ausländischen Gästen und von Beginn weg wurde die Devise Qualität statt Quantität verfolgt. Deshalb sind vorallem Hotels der höheren Kategorie errichtet worden. Als die ersten Gäste das Land bereisten, war dies nur in Form von geführten Rundreisen möglich. Heute bietet der Oman ideale Voraussetzungen für eine Kombination aus interessanten Rundreisen und erholsamen Badeferien an traumhaften Sandstränden.

Das Sultanat kann sich grob anhand folgenden Regionen von Norden nach Süden beschreiben lassen.

Die Regionen
MUSANDAM - Musandam, eine Exklave des Sultanats am nördlichen Ende der arabischen Halbinsel, ist eine atemberaubende Fjordlandschaft, die fast nur vom Wasser aus mit dem Boot zu erkunden ist. In Musandam versinkt das Hajargebirge im Meer, und seiner wild zerklüfteten Landschaft verdankt dieser Landesteil auch die Bezeichnung "Norwegen des Mittleren Ostens".
Etwa 28 000 Menschen leben in dieser Region, die meisten davon in der Regionalhauptstadt Khasab. Viele von ihnen sind Halbnomaden, im Sommer leben sie an der Küste, im Winter in den Bergen.

HAJAR GEBIRGE - Terrassenfelder in Steilhängen, grandiose Canyons und Schluchten, idyllische Bergdörfer, imposante Festungen und Paläste - das Hajar Gebirge war über Jahrhunderte hinweg das kulturelle Herz Omans. Das Gebirge verläuft von der Musandam-Halbinsel bis zu seinen südlichen Ausläufern auf einer Länge von rund 600 Kilometern entlang der Nordküste des Sultanats. Im westlichen Hadjar liegt der höchste Gipfel, der Djebel Shams mit 3009 Metern. Durch seine Höhe fängt sich im Gegensatz zu anderen Gebirgen der Arabischen Halbinsel viel Regen. Dieser versorgt durch ein künstliches System von Bewässerungskanälen Hunderte kleiner Bergoasen mit Wasser.
Nizwa war und ist das geistige Zentrum. Vom 23 Meter hohen monumentalen Rundturm der Festung schweift der Blick über endlose Palmenhaine und den großen Marktbereich der Stadt.
Das östliche Hadjar Gebirge erreicht nicht die Höhe des westlichen Teils. Tief in seinen Schluchten finden sich Wadis, die das ganze Jahr über Wasser führen. Zu den schönsten gehören u.a. Wadi Shab, Wadi Tiwi und Wadi Bani Khalid. Am nordöstlichen Rand des Gebirges liegt die alte Hafenstadt Sur.

MUSCAT - In einer kleinen, von schroffen Felswänden eingekesselten Bucht liegt die historische Hafenstadt Muscat. In der heutigen Hauptstadt stehen blütenweiße Siedlungen, prächtige Moscheen und Paläste und immer wieder öffnet sich der Blick auf das blau leuchtende Meer und weite Sandstrände.

Wer hier nach buntem orientalischem Treiben sucht, ist im alten Ortsteil Matrah richtig. Die Luft im Souk ist erfüllt vom Duft nach edlen Gewürzen und Weihrauch. Bunte Stoffe, edelste Tücher, Gold- und Silberschmuck, Haushaltswaren und Schuhe türmen sich in den Regalen. Vom Souk sind es nur wenige Minuten zu Fuss zum Obst- und Fischmarkt. Die Fischer landen in den Morgenstunden ihren Fang direkt an der Mole des Marktes an, ein unvergessliches Schauspiel. Dahinter liegt das heute moderne Verwaltungszentrum mit dem farbenprächtigen Palast des Sultans, der von zwei alten Festungen flankiert wird.
In den Buchten um die Stadt gruppieren sich die exklusiven Hotels wie das Al Bustan Palace, das The Chedi oder neu das Shangri-la Barr al Jissah Resort.

DIE WÜSTEN - Die Region Dja'alan liegt an den Ausläufern des östlichen Hadjar Gebirges. Der Küstenabschnitt gehört zu den schönsten Omans.
Nahe dem östlichsten Punkt Omans und der Arabischen Halbinsel überhaupt, bei Ras al Hadd, liegt das Naturschutzgebiet wo Meeresschildkröten das ganze Jahr über zur Eiablage an den Strand kommen dabei bei beobachtet werden können.
Im Westen der Dja'alan liegt die bekannte Wahiba-Wüste. Die Beduinen ziehen hier noch immer mit ihren Kamelen, Ziegen und Palmzweihütten in der endlosen Wieder des Sandmeeres umher. Zudem werden Rennkamele gezüchtet, die auf der gesamten Arabischen Halbinsel gerühmt werden. Entlang der Grenze zu Saudi-Arabien schieben sich die majestätischen Dünenberge des Rub al Khali, des "Leeren Viertels", weit hinauf auf omanisches Territorium. Eine Erkundung dieser atemberaubenden Landschaft mit Übernachtung unter dem Sternenzelt zählt sicher zu den Highlights jeden Besuchs vom Oman.

DER SÜDEN / DHOFAR - Die abwechslungsreiche Region Dhofar bedeckt einen Drittel des Landes und ist eine Welt für sich. Die hohen Dünen des "Leeren Viertels" gehören ebenso dazu wie das Dhofar-Gebirge mit noch unerforschten Höhlen oder die zahlreichen Quellen in den Bergtälern. In einer weiten Ebene liegt direkt am langen, palmengesäumten Sandstrand die zweitgrößte Stadt Omans, Salalah. Der Duft des Weihrauchharzes ist allgegenwärtig in den Dörfern und Städten Dhofars, der Alltag ohne ihn undenkbar. Wer den alten Souk von Salalah besucht, taucht ein in ein raffinierte Welt der Düfte.
Während des Monsun, von Juni bis August, wird die Region in dichten Nebel und Nieselregen eingehüllt und verwandelt die Region in ein tropisches Paradies. Zu dieser Zeit herrscht auf dem Rest der Arabischen Halbinsel sengende Hitze, hier liegt sie bei lediglich 32°C. Viele Gäste aus den Emiraten und Saudi-Arabien verbringen ihre Ferien daher in Dhofar.

Klima
Das Sultanat kann grob in drei Klimazonen eingeteilt werden: Im Küstenbereich des Nordens, also auch in der Region Muscat, herrscht subtropisches Klima. Die Sommer sind sehr heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit, im Winter können die Temperaturen dagegen unter 20°C fallen. Die ideale Reisezeit für Badeferien ist somit von September bis November und Februar bis April.
In Zentraloman mit seinen weiten Wüsten und Gerölllandschaften überwiegt trockenes Klima, das in den Sommermonaten durchaus 50°C erreichen kann. Das ganz eigene Klima in der Dhofar-Region im Süden wurde oben bereits kurz beschrieben. Für Europäer ist die Monsumzeit von Juni bis September nicht sehr empfehlenswert, da sogar das Baden im Meer während dieser Zeit verboten ist. Die am besten geeignete Reisezeit ist von Oktober bis Anfang April.

Oman - ein Märchen aus 1001 Nacht
Kilometerlange einsame Sandstrände, steil ins Meer abfallende Klippen, große, fischreiche Korallenriffe - die 1700 Kilometer lange Küste Omans ist ein wahres Paradies zum Baden, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln. Die märchenhaften, luxuriösen Hotelanlagen an der Küste sind ideale Orte zum Entspannen und Erholen.
Doch die wahre Schönheit des Omans liegt im Landesinnern begraben. Manche beeindruckende Gebirgstäler und auch der Rand der Sandwüste Wahiba können problemlos auf eigene Faust erkundet werden.
Wer aber tiefer eindringen will in die weitgehend unberührten Landschaften, der braucht einen Geländewagen und sollte sich einem geschulten Beduinen-Führer anvertrauen.
Jedes Wadi ist eine Welt für sich, überall trifft man auf freundliche und hilfsbereite Menschen. Weiter bieten Trekkingpfade atemberaubende Einblicke in die zerklüftete Bergwelt. Und wer sich für ein paar Tage ganz aus unserer technisierten Welt ausklinken will, der sollte die weiten Dünen der Wahiba Wüste mit dem Kamel durchqueren. Schnell überträgt sich der langsame Rhythmus des gemächlichen Schrittes des Tieres auf einen selbst. Erfahrungen, die einem noch lange in Erinnerung bleiben.


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